Waren Reagan und Thatcher konsequente Marktwirtschaftler oder schlicht wendige Pragmatiker? Die Beurteilung hängt von der Perspektive ab - die wirtschaftlichen Erfolge waren jedoch beachtlich. (Bild: National Archives and Records Administration, via Wikimedia Commons)
Die europäische Wirtschaft ist mit erheblichen Problemen konfrontiert: Die Industrie, einst der Stolz des Kontinents, droht an überbordender Bürokratie und fast schon planwirtschaftlichen Vorgaben zu ersticken. Doch auch auf der anderen Seite des Atlantiks ist eine zunehmende Skepsis gegenüber der freien Marktwirtschaft zu spüren. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind politisch tief gespalten. Selbst einige Republikaner sehen die freie Marktwirtschaft kritisch. Die Situation ruft Erinnerungen an die 1980er Jahre hervor. Damals brauchte es den Mut zweier Politiker – der britischen Premierministerin Margaret Thatcher (Amtszeit: 1979–1990) und des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan (1981–1989) – um eine wirtschaftliche Wende herbeizuführen.
Thatchers und Reagans wohl größtes Verdienst besteht darin, dass sie nach Jahren linker Politik marktwirtschaftliche Ansätze wieder salonfähig machten.
Thatcher und Reagan, die gerne in einem Atemzug genannt werden, genießen auch heute noch einen exzellenten Ruf in marktliberalen Kreisen. Verglichen mit der heutigen politischen Elite der westlichen Gesellschaften scheinen sie in der Tat überzeugte Marktwirtschaftler gewesen zu sein. Sie beriefen sich in ihren Reden und Schriften gerne auf liberale Theoretiker wie Frédéric Bastiat, Friedrich August von Hayek oder Milton Friedman. Gegenwärtig dienen allenfalls Denker wie John Maynard Keynes oder Thomas Piketty als Maßstäbe für Politiker, wenn sie sich überhaupt mit der Theorie auseinandersetzen.
Die geistigen Wurzeln der „Eisernen Lady“
Von den beiden Politikern setzte sich insbesondere Margaret Thatcher intensiv mit der Ideengeschichte auseinander. Laut einer berühmten (aber nicht eindeutig bestätigten) Anekdote soll sie, als sie zur Vorsitzenden der Tories gewählt wurde, Friedrich Hayeks Werk Die Verfassung der Freiheit auf den Tisch geschlagen und ausgerufen haben: „Das ist es, woran wir glauben“.[1]
Ein anderes bekanntes Werk von Hayek, Der Weg zur Knechtschaft hinterließ nachgewiesenermaßen einen bleibenden Eindruck bei der noch jungen Thatcher. Im Buch warnt er vor einer schleichenden Einführung des Sozialismus durch die Hintertür unter dem Vorwand der „sozialen Gerechtigkeit”. Der aus Österreich stammende Ökonom und politische Denker lebte zur Zeit der Veröffentlichung des Buches in Großbritannien und seine Warnungen galten vor allem seinem geliebten England und den anderen Siegermächten.
Bis zur Amtsübernahme von Margaret Thatcher verfolgten die britischen Regierungen einen etatistischen Kurs und die britische Wirtschaft fiel hinter der deutschen zurück.
Im Westen herrschte Verwirrung um das wahre Wesen des mitteleuropäischen Totalitarismus der Vorkriegszeit. Hayeks Zeitgenossen sahen im deutschen Faschismus eine Art kapitalistische Reaktion auf den russischen Bolschewismus, er wies aber auf die gemeinsamen Wurzeln der beiden kollektivistischen Bewegungen hin.[2] Der in der Tradition der Österreichischen Schule stehende Hayek vertrat die Auffassung, dass es keinen dritten Weg zwischen Individualismus und Kollektivismus gibt. Angelehnt an Ludwig von Mises argumentierte er, dass eine zentralistische Planwirtschaft unweigerlich in den Sozialismus und damit zum Verlust der Freiheit und des Wohlstandes führe. Bezeichnenderweise widmete er sein Buch „den Sozialisten in allen Parteien”, auch in den Reihen der Tories.
Seine Warnungen stießen auf taube Ohren: Bis zur Amtsübernahme von Margaret Thatcher verfolgten die britischen Regierungen einen etatistischen Kurs und die britische Wirtschaft fiel hinter der deutschen zurück. Reformvorhaben wurden von den übermächtigen Gewerkschaften im Keim erstickt. Die Tories fügten sich dem Zeitgeist. Hayek verfolgte die Entwicklungen aus der Ferne, ab und zu schrieb er Leserbriefe an The Times.
Die Gefahren von „Big Government“
Ronald Reagan wurde im Vergleich zu Thatcher weniger als theorieaffiner Intellektueller wahrgenommen, seine Anhänger schätzten vor allem die Eloquenz und den Humor des ehemaligen Schauspielers. Er lernte die Gefahren eines übergriffigen Staates über einen anderen Weg kennen.[3] Von 1954 bis 1962 arbeitete er als Moderator der erfolgreichen Radio- und TV-Sendung General Electric Theater und war zugleich offizieller Sprecher von GE. Er reiste quer durch die Vereinigten Staaten und besuchte alle 139 Werke des Unternehmens. Im Zuge seiner Tätigkeit lernte er Tausende von Beschäftigten und ihre Beschwerden kennen. Mit der Zeit nahmen die Sendungen einen professionelleren Ton an. Reagan warnte immer häufiger vor den Gefahren des „Big Governments”. Seine Erfahrungen in den GE-Werken verglich er mit einem Studium der Politikwissenschaft.
Reagans Mentor bei GE war ein gewisser Lemuel Boulware, der unter anderem für die Tarifverhandlungspolitik des Unternehmens zuständig war. Sein Ansatz, der später als Boulwarismus bekannt wurde, sah vor, dass GE die Gewerkschaften umging und die Arbeiter direkt über die Absichten der Unternehmensführung aufklärte. Er ermutigte die Arbeiter, Lesekreise zu bilden, in denen über wirtschaftsliberale Denker wie Henry Hazlitt oder Frédéric Bastiat diskutiert wurde. Dadurch – das war zumindest die Absicht von Boulware – würden die Beschäftigten verstehen, warum zum Beispiel eine angemessene Gewinnspanne zum Erfolg des Unternehmens notwendig sei. Auch Reagan las diese Werke mit Begeisterung und konvertierte von einem New Deal-Demokraten zu einem Anhänger des Kapitalismus.
Thatchers Mut zu Reformen
Während Margaret Thatcher die Karriereleiter der Tories erklomm, steckte sowohl die Partei als auch das Land tief in der Krise.[4] Großbritannien wählte nach dem zweiten Weltkrieg einen anderen Weg als Deutschland. 1945 begann die Labour-Regierung unter Premierminister Clement Attlee in großem Stil Privatunternehmen zu verstaatlichen. Von der Luftfahrt über die Kohleindustrie bis zu den Eisenbahnen wurden Unternehmen nationalisiert, insgesamt ein Fünftel der britischen Wirtschaftsleistung.
Thatcher musste sich an die Parteilinie anpassen und trug Entscheidungen mit, die ihrer Überzeugung zuwiderliefen.
Bei den Wahlen im Jahre 1951 siegten zwar wieder die Tories, aber der interventionistische Kurs wurde beibehalten. In den 1970er-Jahren zeigte sich zunehmend, dass das von Ludwig Erhard inspirierte Konzept der Bundesrepublik dem britischen überlegen war: das im Krieg zerstörte Deutschland überholte den Sieger Großbritannien. Auch ein Autor des Spiegel wunderte sich über die Zustände, die er bei seiner England-Reise vorfand:
„Das »swinging London« der 60er Jahre ist inzwischen so düster geworden wie zu Zeiten von Charles Dickens, seine imperialen Avenuen sind spärlicher beleuchtet als die Slum-Straßen ehemals britischer Kolonialstädte.”[5]
Thatcher musste sich an die Parteilinie anpassen und trug Entscheidungen mit, die ihrer Überzeugung zuwiderliefen. In der Regierung von Edward Heath diente sie als Ministerin für Bildung und Wissenschaft. Heath galt sogar unter den nach links gerutschten Tories als besonders etatistisch. Thatcher verlieh ihrem Unmut eher privat Ausdruck.[6] Die ewige Frage, ob der Zweck die Mittel heiligt, kann auch hier gestellt werden: ihre Flexibilität und Geduld waren notwendig, um schließlich an die Spitze der Partei und des Landes zu gelangen und tiefgreifende Reformen anzustoßen.
Der Zeitpunkt dafür kam nach erneuten großen Streiks im Winter 1978/79, die das Land lahmlegten. Im Mai 1979 gewannen die Tories unter der Führung von Thatcher die Wahlen. Sie stand vor enormen Herausforderungen: die Inflation betrug zehn Prozent, die staatlichen Unternehmen waren in einem miserablen Zustand und auch die Stimmung in der Bevölkerung war angespannt. Anstatt an den Preiskontrollen festzuhalten, schaffte Thatcher sie ab und nahm einen unmittelbaren Inflationsschub in Kauf. Sie legte sich auch mit den Gewerkschaften an, indem sie eine vorübergehende Erhöhung der Arbeitslosigkeit zuließ. Sie wusste, dass langfristig nur eine Produktivitätssteigerung den Wohlstand erhöhen und neue Arbeitsplätze schaffen wird.
Reformwille trotz massivem Widerstand
Die schwierige Haushaltslage, die Thatcher erbte, ließ zunächst nur kleine Steuersenkungen zu, die Mehrwertsteuer wurde sogar leicht angehoben. Um das Budget nachhaltig zu sanieren, begann sie, die Bürokratie zu verschlanken. Ihre Maßnahmen wurden mit heftigen Streiks begegnet. Sie musste die Macht der Gewerkschaften brechen, um ihre Reformen zu verteidigen. Arbeiter wurden nicht mehr gesetzlich gezwungen, Gewerkschaften beizutreten. Bei Gewerkschaftswahlen sollte die Stimmabgabe gemäß einer neuen Regelung in geheimer Wahl erfolgen.
Mitte der achtziger Jahre kam es dennoch zu großen Streiks der Bergarbeiter gegen die Thatcher-Regierung. Obwohl drei Viertel der staatlichen Bergwerke unrentabel waren und von den Steuerzahlern subventioniert werden mussten, stemmten sich die Gewerkschaftsführer gegen ihre Schließung. Bergarbeiter, die mit dem Streik nicht einverstanden waren, wurden eingeschüchtert. Auch der Verdacht stand im Raum, dass die Streiks von dem libyschen Diktator al-Gaddafi finanziert wurden. Wenn Thatcher in diesen Monaten nachgegeben hätte, wäre ihre Amtszeit weniger erfolgreich gewesen. Sie hielt aber durch und die Gewerkschaften mussten den Streik wegen Geldmangel abbrechen. Die Arbeitsniederlegungen erreichten in den nächsten Jahren einen historisch niedrigen Stand.
Thatcher konnte endlich ihr marktliberales Programm umsetzen. Viele staatliche Unternehmen wurden privatisiert, darunter British Telecom, British Airways, Rolls-Royce oder Jaguar. Etliche Wirtschaftsbereiche wurden dereguliert, unter anderem das Finanzwesen, wodurch London seine führende Position als globaler Finanzplatz ausbauen konnte. Die Staatsfinanzen wurden erfolgreich saniert, 1988 wurde erstmals ein Überschuss erwirtschaftet.
Thatcher war keine Marktpuristin, auch unter ihrer Regierung wuchsen die öffentlichen Ausgaben absolut gesehen kontinuierlich an.[7] Einige Aspekte des Wohlfahrtsstaates, etwa den National Health Service, hätte sie entschlossener reformieren können.[8] Ihre Haltung im Falkland-Krieg wurde von vielen Libertären abgelehnt. Dennoch hat sie den öffentlichen Diskurs erfolgreich in wirtschaftsfreundlichere Bahnen gelenkt. Ihrer Wirkung konnte sich selbst die Labour Party nicht vollständig entziehen: Tony Blair hat ihren marktwirtschaftlichen Kurs weitgehend beibehalten.
Die Reaganomics
Ronald Reagans Politik ähnelte in vieler Hinsicht der von Thatcher, allerdings war er als „Anführer der freien Welt” mit Herausforderungen konfrontiert, die Thatcher allenfalls im Zuge des Falklandkrieges erlebt hatte.
In der Zeit vor Reagan stiegen die Sozialausgaben in den USA drastisch an – zwischen 1970 und 1980 haben sie sich real verdoppelt – und zwar unabhängig davon, ob die Demokraten oder die Republikaner an der Macht waren. Der republikanische Präsident Nixon bezeichnete sich offen als Keynesianer und beendete 1971 die Konvertierbarkeit des US-Dollars in Gold. Thorsten Polleit bezeichnet die Maßnahme als „den wohl größten monetären Enteignungsakt der jüngeren Währungsgeschichte.”[9] Bei Reagans Amtsübernahme war die Inflationsrate zweistellig, die Arbeitslosigkeit lag bei 7,6 Prozent und das Realeinkommen der Haushalte sank seit mehreren Jahren.[10] Bei seiner Angelobung am 20. Januar 1981 sagte er gewohnt redegewandt: „In der gegenwärtigen Krise ist der Staat nicht die Lösung für unser Problem, sondern der Staat ist das Problem.”[11]
Um dieses Problem zu beheben, verabschiedete der Kongress ein paar Monate später den „Economy Recovery Tax Act of 1981”, der eine bedeutende Senkung der Einkommensteuer, der Kapitalertragsteuer und der Unternehmersteuer vorsah. Die Einkommensteuersätze wurden zudem jedes Jahr an die Inflationsrate angepasst, um einer kalten Progression („bracket creep”) vorzubeugen. Als Nächstes brachte die Regierung umfassende Deregulierungsmaßnahmen auf den Weg, unter anderem im Finanz- und Telekommunikationsbereich.
Die Wirtschaftsleistung stieg zwischen 1983 und 1989 jährlich um 3,8 Prozent an. Auch das Realeinkommen der amerikanischen Bürger legte spürbar zu.[12] Die bei seiner Amtsübernahme relativ hohe Inflationsrate wurde erfolgreich reduziert.[13]
Es gibt allerdings reichlich Kritikpunkte an seiner Wirtschaftspolitik. Das Haushaltsdefizit stieg bedeutend an, 1983 betrug es 5,7 Prozent des Bruttosozialproduktes.[14] Die Staatsverschuldung in der Reagan-Ära hat sich verdreifacht.[15] Letzteres ist vor allem dem Rüstungswettlauf mit der Sowjetunion geschuldet. Um das „Reich des Bösen” zu besiegen, nahm Reagan die gestiegenen Rüstungsausgaben in Kauf. Hätte er es nicht getan, wäre ihm laut den Ökonomen William A. Niskanen und Stephen Moore das Wunder gelungen, gleichzeitig die Staatsverschuldung und die Steuerlast zu verringern, dabei Jobs zu kreieren und die Inflation im Griff zu haben.[16] Milton Friedman stellte der Reagan-Administration ebenfalls ein positives Zeugnis aus.[17] Reagans Politik wirkte – ähnlich wie Thatchers – parteiübergreifend nach: der demokratische Präsident Bill Clinton verfolgte zwischen 1993 und 2001 einen vergleichsweise marktwirtschaftlichen Kurs.
Konsequente Marktwirtschaftler oder wendige Pragmatiker?
Weder Margaret Thatcher noch Ronald Reagan waren in allen Belangen konsequent marktliberal. Obwohl sie von Vertretern der Österreichischen Schule beeinflusst waren, würde wohl keiner sie als pure „Austrians” bezeichnen. Als Politiker mussten sie mitunter Kompromisse eingehen, gerade vor dem herausfordernden geopolitischen Hintergrund ihrer Zeit. Der anarcho-kapitalistische Ökonom Murray Rothbard bezeichnete die beiden als Staatsgläubige, die sich hinter einer marktwirtschaftlichen Rhetorik verstecken.[18] Etatisten hingegen sahen in ihnen Vertreter eines kaltherzigen „Marktfundamentalismus“. Ihre Beurteilung hängt daher häufig von der politischen Perspektive des Betrachters ab.
Trotz aller Kritik gelangen ihnen zweifelsohne beachtliche wirtschaftliche Erfolge. Ihr wohl größtes Verdienst besteht aber darin, dass sie nach Jahrzehnten des Linksrucks marktwirtschaftliche Ansätze wieder salonfähig machten.
Die marktwirtschaftlichen Reformen von Thatcher und Reagan waren keineswegs unumstritten. Mit der Zeit kamen aber die Erfolge, die viele Kritiker verstummen ließen. 1983 fuhren die Tories von Thatcher bei den Wahlen einen der größten Siege der britischen Nachkriegsgeschichte ein. Reagan gewann bei den Präsidentschaftswahlen 1984 in 49 der 50 Staaten. Reformen mögen zunächst unpopulär sein, aber die positiven Effekte werden schließlich von den Wählern belohnt. Auch für die heutige Lage ließen sich daraus Lehren ziehen – wenn nur jemand diese ziehen wollte.
Verweise
[1] https://hayek-institut.at/100-jahre-margaret-thatcher/
[2] Hayek, F.A., Der Weg zur Knechtschaft. Reinbek: Olzog, S. 210-226
[3] https://www.nationalreview.com/2015/02/ronald-reagans-free-market-mentors-john-fund/
[4] Die nachstehenden Überlegungen basieren auf: Zitelmann, Rainer, Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung. München: Finanzbuch Verlag 2025, S. 106-127
[5] https://www.spiegel.de/politik/england-vor-dem-stillstand-a-44c54da3-0002-0001-0000-000041840026
[6] https://www.margaretthatcher.org/archive/Hayek
[7] https://www.ukpublicspending.co.uk/spending_chart_1970_1990UKb_17c1li011mcn_F0t
[8] https://www.econlib.org/thatcherism-at-40/
[9] Polleit, Thorsten, Des Teufels Geld. München: Finanzbuch Verlag, 2023, S. 9
[10] https://fred.stlouisfed.org/series/MEPAINUSA672N
[11] Zitelmann, Rainer, Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung, S. 120
[12] https://fred.stlouisfed.org/series/MEPAINUSA672N
[13] https://fred.stlouisfed.org/series/FPCPITOTLZGUSA
[14] https://fred.stlouisfed.org/series/FYFSGDA188S
[15] https://fred.stlouisfed.org/series/GFDEBTN
[16] Zitelmann, Rainer, Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung, S. 124
[17] Zitelmann, Rainer, Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung, S. 126