Österreichische Schule

Warum die Österreichische Schule der Nationalökonomie ?

Aufgrund ihres Ansatzes ist die Denkweise der Österreichischen (oder: Wiener) Schule der Nationalökonomie („Austrian Economics“) in der Lage, wirtschaftliche Zusammenhänge und ihre gesellschaftlichen und politischen Implikationen auf äußerst zutreffende und jedermann zugängliche Weise zu erklären. Sie geht nicht von einem fiktiven „homo oeconomicus“, sondern vom Menschen aus, wie er wirklich ist und handelt. Sie berücksichtigt in angemessener Weise die wirtschaftlich relevanten Parameter der realen Welt und entspricht der Natur und Psychologie des menschlichen Handelns. Damit kommt sie auch dem gesunden Menschenverstand des Bürgers entgegen.

Die Österreichische Schule der Nationalökonomie fördert ein wirtschaftliches und soziales Denken, das nicht in wirklichkeitsfremden, zumeist mathematischen Modellen gefangen ist. Sie begreift die Wirtschaft nicht als Objekt staatlich-politischer Regulierung und zentraler, quasi ingenieurmäßiger Steuerung. Im Mittelpunkt der Analyse steht bei ihr vielmehr das eigenverantwortliche unternehmerische Handeln und die freie Interaktion der Individuen im Marktgeschehen, das sich sowohl der Logik von Differentialgleichungen wie auch zentraler, planmäßiger politischer Steuerung entzieht.

Uni Wien
Hauptgebäude der Universität Wien, Wirkungsort der Begründer der Österreichischen Schule der Nationalökonomie

Die grundlegenden, allgemein verständlichen Einsichten der Österreichischen Schule der Nationalökonomie verschaffen dem Bürger das notwendige Wissen, um freiheits- und wohlstandsgefährdende politische Verführungen zu erkennen, und motivieren ihn dazu, in allen gesellschaftlichen Bereichen eigenverantwortliche unternehmerische Initiative zu entwickeln. Wenn es dem Bürger an grundlegendem nationalökonomischem Sachverstand fehlt, wird er leicht zum Spielball unverantwortlicher Politiker, zum passiven Empfänger staatlicher Leistungen und zu einem hilflosen Opfer bürokratischer Prozeduren.

Gründer der Österreichischen Schule der Nationalökonomie waren Carl Menger (1840-1921) und seine Schüler Eugen von Böhm-Bawerk (1851-1914) und Friedrich von Wieser (1851-1926). Im Zwanzigsten Jahrhundert wurde die Österreichische Schule der Nationalökonomie vor allem durch Ludwig von Mises (1881-1973) und Friedrich A. von Hayek (1899-1992, Wirtschaftsnobelpreis 1974) vertreten, die beide in den 1930er Jahren aus Wien in die USA bzw. nach England emigrierten. Die Schule ist heute vor allem im angelsächsischen Sprachraum einflussreich („Austrian Economics“), gewinnt aber zunehmend auch in Europa an Einfluss.

Gedenktafeln der Begründer der Österreichischen Schule der Nationalökonomie in der Universität Wien

Carl Menger
Evgen v. Böhm
Wieser
Ludvig von Mises

Ludwig von Mises

1881-1973

Austroamerikanischer Wirtschaftswissenschaftler
Theoretiker des klassischen Liberalismus

Friedrich A. von Hayek

Friedrich A. von Hayek

1899-1992

Österreichischer Ökonom
und Sozialphilosoph
Wirtschaftsnobelpreis 1974

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