Marktwirtschaft, Kapitalismus und Unternehmertum als Grundlage für Wohlstand und Fortschritt (Teil II)

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AUSTRIAN ACADEMY  2021

Prof. Dr. Stefan Kooths (Institut für Weltwirtschaft Kiel)  TEIL II

(Teil I dieses Vortrags finden Sie hier)

Unter dem Titel „Marktwirtschaft, Kapitalismus und Unternehmertum als Grundlage für Wohlstand und Fortschritt“ lieferte Stefan Kooths in zwei Teilen die mikroökonomische Begründung für das im Einführungsvortrag der Austrian Academy 2021 Skizzierte. Kooths tat dies aufgrund des von der Österreichischen Schule der Nationalökonomie geschaffenen begrifflichen und analytischen Instrumentariums. Carl Mengers subjektive Werttheorie und Grenznutzenlehre, von Ludwig von Mises in eine ökonomische Handlungstheorie transformiert, ließen Bekanntes wie das Gesetz des komparativen Kostenvorteils – in der Terminologie von Mises: „law of association“ – in neuem Licht erscheinen.

Denn Kooths zeigte die Gültigkeit dieses Gesetzes nicht nur für den internationalen Handel – also über Landesgrenzen hinaus –, sondern gerade auch für die Tauschbeziehungen innerhalb von Landesgrenzen, also zwischen individuellen Akteuren. Denn im ökonomischen Geschehen dreht sich immer alles um ein Opportunitätskostenkalkül, ganz gleich, ob zwischen den Beteiligten eine Landesgrenze verläuft. Spannend war der – sowohl theoretische wie auch empirische – Nachweis, wie in einer freien Marktwirtschaft durch komparative Kostenvorteile infolge von Produktivitätszuwächsen in einigen Sektoren der Wirtschaft eines Landes die Löhne in allen Berufszweigen ansteigen. Beispiel: Weil IT-Fachleute infolge enormer Produktivitätssteigerungen immer mehr verdienen, steigen ihre Opportunitätskosten für alltägliche Dienstleistungen wie einen Haarschnitt. Die Folge davon ist, dass auch die Löhne der Friseure mit der Zeit ansteigen, obwohl ihre physische Produktivität über die Jahrzehnte unverändert geblieben ist. Kooths hat hierfür das Begriffspaar Volumenproduktivität (physischer Produktivitätsfortschritt) und Wertproduktivität (kaufkraftbezogener Produktivitätsfortschritt) eingeführt.

Damit erweist sich die Marktwirtschaft als inhärent inklusiv und somit als eigentliche „Sozialökonomie“: Die Produktivitätssteigerungen in den bestbezahlten Berufen schwappen in der Form von Lohnzuwächsen auch auf die weniger produktiven Branchen über – alle gewinnen. Damit ergibt sich allein schon durch das marktwirtschaftliche Geschehen ein sozialer Ausgleich. So verzeichnete etwa in Deutschland während der letzten 30 Jahre der IT-Sektor die höchsten Produktivitätszuwächse, dennoch stiegen die Löhne, trotz viel geringerer Produktivitätsverbesserung, weit mehr in der Bauindustrie und in der Landwirtschaft an.

Dieser Vortrag wurde bei der AUSTRIAN ACADEMY 2021 „Marktwirtschaft und Unternehmertum – ihr Beitrag zu einer freien und menschlichen Gesellschaft” gehalten. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der mehrtägigen Veranstaltung waren 23 Studenten und junge Berufstätige, die aufgrund eines Bewerbungsverfahrens ausgewählt wurden und vom Austrian Institute, dem Organisator der Veranstaltung, ein Vollstipendium erhielten. Die Veranstaltung fand mit freundlicher Unterstützung Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft sowie der Österreichischen Industriellenvereinigung (IV) statt.

Hier finden Sie das Programm und alle Vorträge, die als Video oder in schriftlicher Form erhältlich sind. Und hier geht’s zur Hauptseite der Austrian Academy.

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