AUSTRIAN ACADEMY 2026
Prof. Dr. Susanne Schröter (Universität Frankfurt am Main)
Meinungsfreiheit, Wissenschaftsfreiheit, Pressefreiheit und Kunstfreiheit lassen sich nicht getrennt betrachten. Sie bilden ein zusammenhängendes Paket von Freiheitsrechten, das untrennbar mit der liberalen Demokratie verbunden ist. In Diktaturen gibt es sie nicht. In ihrem Vortrag an der Austrian Academy spannt Prof. Dr. Susanne Schröter (Universität Frankfurt a. Main) einen weiten Bogen. Er reicht von Kopernikus, Galilei und der Aufklärung über Hobbes, Locke und Rousseau bis zur Französischen Revolution. Schröter zeigt, wie sich Freiheit und Gerechtigkeit immer wieder als Gegensätze erwiesen haben. Anschließend beschreibt sie aus ihrer Sicht, wie seit den 1960er-Jahren der „lange Marsch durch die Institutionen“ Universitäten, Medien und Kulturbetrieb geprägt hat. Sie legt dar, welche Rolle Klimagerechtigkeit und postkoloniale Theorie dabei spielen und wie ihrer Ansicht nach Debatten eingeschränkt werden. Schließlich geht sie auf die Reaktionen darauf ein, auf den Kulturkampf von rechts und auf staatliche Eingriffe in Deutschland. Ihr Fazit ist ein Plädoyer dafür, sich auf die einzigartige Errungenschaft liberaler Freiheitsrechte zu besinnen.
Dieser Vortrag wurde bei der AUSTRIAN ACADEMY 2026 „Marktwirtschaft, Freiheit und Unternehmertum – Fundamente einer humanen Gesellschaft“ gehalten. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der mehrtägigen Veranstaltung, die vom 17. bis zum 20. September 2026 dauerte, waren 22 Studenten und junge Berufstätige, die aufgrund eines Bewerbungsverfahrens ausgewählt wurden und vom Austrian Institute, dem Organisator der Veranstaltung, ein Vollstipendium erhielten. Die Austrian Academy 2026 fand mit Unterstützung der Österreichischen Industriellenvereinigung (IV) statt.
Hier finden Sie das Programm und alle Vorträge, die als Video oder in schriftlicher Form erhältlich sind. Und hier geht’s zur Hauptseite der Austrian Academy mit allen Berichten und Videos dieses Jahres und der letzten Jahre.